Besenreiser – wie sie entstehen und was man tun kann

Es trifft nicht nur Frauen im höheren Altern. Auch junge, gesunde und schlanke Frauen sind davon betroffen. Und sogar Männer – laut einer Studie der Universitätsklinik Bonn entwickeln bereits 60 Prozent aller Frauen und Männer von 20 bis 29 erste Besenreiser. Ärzte raten bei entsprechender Veranlagung dazu, ab dem Alter von 30 die Beine regelmäßig überprüfen zu lassen.

Meist handelt es sich zwar bei Besenereisern um ein kosmetisches Problem, dennoch empfinden es viele als störend. Oft entstehen Hemmungen und Schamgefühle. Im schlimmsten Fall schränken Sie sich im Alltag ein, wie beispielsweise bei der Wahl der Kleidung. Am häufigsten betrifft das Problem die Beine, weshalb oftmals eher zur langen Hose als zum Kleid oder Shorts gegriffen wird. Doch was genau steckt eigenltich hinter den Besenreisern? Und kann man etwas dagegen tun?

Was genau sind Besenreiser und woher kommen sie?

Vielleicht ging es Ihnen schon einmal ähnlich. Sie stehen vor dem Spiegel, schlüpfen gerade in ihren neuen Sommerrock und da entdecken sie sie: winzige, unter ihrer Oberhaut liegende erweiterte Äderchen, die von weitem meist aussehen wie ein blauer Fleck. Mit diesem Problem sind sie nicht alleine. Dass es überwiegend Frauen betrifft, hat seinen Grund.

ohne-besenreiserDie Ursache nennt sich Östrogen. Das wohl weiblichste Hormon überhaupt verursacht neben vielen anderen Dingen ärgerlicherweise auch eine schnellere Erschlaffung der Venenwände. Dies ist die optimal Voraussetzung für Besenreiser. Wenn zusätzlich noch eine Schwäche des Bindegewebes hinzukommt, oder auch Faktoren wie Übergewicht, ein Bürojob bei welchem Sie viel sitzen, die Pille oder Zigaretten, so ist der Weg für Besenreiser oftmals bereits gebahnt. Das Blut wird nicht mehr so gut weiterbefördert und versackt in den Venen. Die Folge: kleine rötliche bis bläuliche Äderchen unter Ihrer Haut.

Sind Besenreiser gefährlich?

Die gute Nachricht vorneweg: Besenreiser sind in den allermeisten Fällen weder gefährlich, noch behandlungsbedürftig. In seltenen Fällen jedoch können sie ein Vorbote für Krampfadern sein. Sollten bei Ihnen vermehrt Besenreiser auftreten und in Ihrer Familie häufig Krampfadern vorkommen, so besuchen Sie ruhig einmal einen Phlebologen in Ihrer Nähe (So nennt man jene Ärzte, welche auf Venenerkrankungen und -heilkunde spezialisiert sind). Dieser wird mithilfe eines Ultraschalls innerhalb von wenigen Minuten festellen, wie gut Ihre Venenklappen arbeiten und ob es sich bei Ihnen um harmlose Besenreiser handelt oder die Tendenz zu Krampfadern besteht.

Was kann ich gegen meine Besenreiser unternehmen?

Sie sind gesund, fühlen sich dynamisch und fit und Ihre Besenreiser passen so gar nicht zu Ihrem Bild von sich selbst? Sie haben verschiedene Möglichkeiten, dagegen vorzugehen. Zum einen kann Ihnen ihr Arzt dabei helfen, die störenden Äderchen zu entfernen.

Ihr Phlebologe wird Ihnen im Optimalfall verschiedene Behandlungsmethoden vorstellen. Zum anderen haben Sie selbst die Möglichkeit, einen Teil zu Ihrer Gesundheit und Ihrem Wohlbefinden beizutragen. Nachfolgend werden verscheidene Methoden vorgestellt:

Sklerosierung

Bei dieser Behandlungsart verödet der Arzt Ihre Besenreiser mit der Verabreichung eines speziellen Mittels in die Venen. Diese Methode hat den Nachteil, dass sie häufig mehrmals wiederholt werden muss, um zu einen zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen. Die Behandlung wird jedoch von den meisten Patienten als angenehm empfunden, da sie relativ schmerzfrei ist. Anschließend sollten Sie für einige Zeit Kompressionsstrümpfe oder -verband tragen und zuviel direkte Sonnenbestrahlung vermeiden, da sich die frischen Wunden sonst bräunlich verfärben könnten.

lasertherapieNach circa einer Woche erfolgt der erste Nachsorgetermin, bei dem auch das Ergebnis begutachtet und eventuell weitere Schritte zusammen mit dem Arzt besprochen werden können.

Lasertherapie

Diese Form der Besenreiser-Behandlung kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn es sich um kleinflächigere, eher rötliche Besenreiser handelt. Bei der Laserbehandlung wird auf ein „Verkochen“ der Gefäßwände abgezielt. Jedoch ist die Erfolgsrate bei dieser Form der Behandlung deutlich geringer als bei vergleichbaren Behandlungsmethoden, und auch die Gefahr von unerwünschten Nebenwirkungen relativ hoch, weshalb sie nur in explizit dafür geeigneten Fällen angewendet wird.

Hochfrequenztherapie

Diese Form der Behandlung ähnelt der Lasertherapie. Mithilfe einer Nadel wird in das betroffene Gefäß gestochen, welches dann durch die Hitze zerstört wird. Die Methode gilt als eine der modernsten Behandlungsansätze gegen Besenreiser. Sie bereitet nur wenig Schmerzen und kann auch zur warmen Jahreszeit durchgeführt werden, da kein Kompressionsverband notwendig ist.

therapie-krampfadernSalben& Medikamente

Neben diesen Behandlungsansätzen gibt es immer auch die Möglichkeit, Ihr Besenreiser-Problem auf sanfterem Weg anzugehen. Jedoch sei eines vorneweg gesagt: Sie werden Ihre Besenreiser damit in den meisten Fällen zwar als weniger auffällig empfinden, ganz entfernen lassen sie sich mit diesen Behandlungsmethoden jedoch selten.

Medikamentös werden meist Ödemprotektiva eingesetzt. Diese wirken entwässernd und senken im Optimalfall den Venendruck. Cremes und Salben dienen durch das darin enthaltene Vitamin K1 in erster Linie der Unterstzützung Ihrer Blutgerinnung. Die Absicht dahinter besteht darin, die Blutzirkulation anzuregen und damit Ihre Venen zu entlasten. Die Salben verfügen zudem häufig über einen angenehm kühlenden Effekt und leicht entzündungshemmende Wirkstoffe. Teils werden Ihre Besenreiser durch spezielle Inhaltsstoffe auch weniger sichtbar.

Bewegung& richtige Ernährung

Die gute Nachricht zuletzt: Sie können selbst einiges dazu beitragen, Ihr Besenreiser-Problem einzudämmen. Dies ist in erster Linie als Prophylaxe zu betrachten und dient dazu, dass sich Ihre Besenreiser nicht weiter ausbreiten oder verschlimmern. Mit regelmäßiger Bewegung, Sport und einer ausgewogenen Ernährung beeinflussen Sie positiv Ihre Blutzirkulation und die Stabilität Ihres Gefäßapparats. Zudem kann das Tragen von Kompressionsstrümpfen sinnvoll sein. Auch spezielle Massagen können dabei helfen, der weiteren Entstehung von Besenreisern vorzubeugen.

Sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt darüber, welche der Behandlungsmethoden für Sie sinnvoll ist. Und lassen Sie sich nicht entmutigen, in vielen Fällen lässt sich eine Methode finden, mit der Sie Ihren störenden kleinen Äderchen an den Kragen gehen können. Übungen, welche Sie unterstützend bequem von zu Hause aus machen können, finden sie auf www.besenreiser-entfernen.net oder Sie Fragen bei ihrem Physiotherapeuten nach. Und jetzt ab in die kurze Hose oder das Kleid und raus in die Welt! Denn lassen Sie sich eines gesagt sein: ein paar blaue Äderchen schmälert gewiss nicht Ihre Schönheit!

 

Nagelpilz – Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und Vorbeugung

Was ist Nagelpilz?

Wenn Zehen- oder Fingernägel von Sprosspilzen, beziehungsweise Fadenpilzen befallen sind, spricht man von Nagelpilz. Dieser kann auch durch Schimmelpilze oder Hefepilze verursacht werden. Begünstigt wird die Wahrscheinlichkeit des Befalls, wenn Sie unter

  • Diabetis mellitus
  • Schuppenflechte an den Nägeln
  • Ekzemen
  • Immundefekten
  • Stoffwechselstörungen
  • Schwächung des Körpers durch Infekte, AIDS oder Chemotherapie
  • sowie Durchblutungsstörungen

leiden.

Pilze mögen es feuchtAufgrund der Eigenschaft von Pilzen eine feuchte und warme Umgebung vorzuziehen, sind Zehennägel häufiger befallen als Fingernägel. Ein Nagelpilz stellt für Sie keine lebendbedrohliche oder schwere Erkrankung dar, ist aber weit verbreitet. Der in Europa betroffene Prozentsatz von Menschen mit Nagelpilz liegt in etwa zwischen fünf und zwölf Prozent. Ältere Menschen sind von Nagelmykose häufiger betroffen als jüngere.

Einen häufigen Ansteckungsort stellen Schwimmbäder und Saunen dar. Das dort vorherrschende feuchte und warme Milieu stellt einen optimalen Verbreitungsort für Nagelpilz dar. Aber auch warme Schuhe, die über einen längeren Zeitraum getragen werden und dadurch die Bildung von Fußschweiss begünstigen, erhöhen die Möglichkeit eines Befalls Ihrer Nägel durch Nagelpilz. Nichtbehandelter Nagelpilz kann zu einem Fußpilzbefall führen. Daher sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn sie eines oder mehrere der folgenden Symptome an Ihren Nägeln entdecken.

  • Ihre Nägel sind glanzlos
  • Ihre Nägel weisen am Rand farbliche – vornehmlich gelbe oder weiße – Veränderungen auf
  • Diese Veränderungen treten auch als Flecken in Ihrem Nagel selber auf
  • Ihre Nagelplatte weist Änderungen in Struktur und Dicke auf, wirkt bröselig oder ist brüchig

ein kranker Fuß muss behandelt werdenDen Nagelpilz lokal oder systemisch behandeln

Die Behandlung gegen Nagelpilz erfolgt nicht von heute auf morgen. Der Nagel muss komplett und gesund nachwachsen, um als geheilt zu gelten. Auch auf den gesundheitlichen Allgemeinzustand des Betroffenen kommt es an. Wenn Sie äler sind, Diabetes mellitus haben oder der Nagelpilz weit fortgeschritten ist, können Sie davon ausgehen, dass der Heilungsprozess bei Ihnen länger dauern wird.

Bei großflächigem Befall behandelt man vorzugsweise systemisch. Das heisst in Form von Tabletten. Zusätzlich kann und sollte natürlich trotzdem lokal mit Tinkturen und medizinischem Nagellack behandelt werden. Und wenn nur ein kleiner Teil des Nagels betroffen ist? Dann können Sie in den meisten Fällen die Tabletten weglassen und rein äußerlich behandeln. Nagelpilz-Hilfe.net empfiehlt folgende Tinkturen zur Behandlung von Nagelpilz.

  • PurNail
  • NailClenZ
  • Curanel
  • Excilor
  • ZetaClear

Sind bereits mehr als zwei Nägel inklusive Nagelwurzel befallen, so wird Ihnen Ihr Arzt Tabletten oder Kapseln mit den Wirkstoffen Terbinafin, Itraconazol oder Fluconazol verschreiben. In jedem Fall sollten Tabletten oder äußerliche anwendbare Medikamente nicht zu früh abgesetzt werden. Wird der Pilz nicht komplett abgetötet, breitet er sich im Laufe der Zeit erneut aus.

Gibt es schonende Hausmittel gegen Nagelpilz?

Ja die gibt es durchaus, allerdings sollten Sie hierbei einiges beachten. Hausmittel sind günstiger als Substanzen mit medizinischem Wirkstoff und, wie der Name bereits sagt, im Haushalt vorhanden. Ein altes, gern verwendetes Hausmittel beim Befall der Nägel mit Pilz ist Teebaumöl. Teebaumöl wirkt aufgrund seiner Inhaltsstoffe Cineol und Terpinen pilz- und entzündungshemmend. Mehrmals täglich angewendet kann das Öl auch präventiv eingesetzt werden. Teebaumöl wird auf den Nagel aufgetragen und weist keine der üblichen Nebenwirkungen und Risiken sonstiger, pharmazeutischer Produkte auf. Salbei und Eichenrinde sind zwei weitere Produkte, die den Pilz eindämmen können. Am besten verwenden Sie die Hausmittel therapiebegleitend mit antimykotischen Medikamenten um dem Nagelpilz Einhalt zu gebieten.

Auch Essig, Essigessenz, Backpulver, Alkohol oder gar Zahnpasta werden gerne als Hausmittel bei Nagelpilz genannt. Hier ist Vorsicht geboten. Wenn Sie auf solche Mittel zurückgreifen, erreichen sie eventuell – zumindest durch den Alkohol – eine desinfizierende Wirkung. Sie reizen aber auch die den Nagel umgebende Haut und können allergische Reaktionen hervorrufen. Keinesfalls wirken diese Mittel antimykotisch und hemmen das Wachstum des Pilzes und töten ihn schlussendlich ab.

gesunde Füße ohne Nagelpilz im Sand

Tipps um Nagelpilz zu vermeiden

Dem Nagelpilz den Kampf anzusagen ist wie Sie sehen keine einfache und auch keine kurzfristige Angelegenheit. Ein Grund mehr, um vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, um erst gar keinen Pilzbefall aufkommen zu lassen. Wie das geht? Das zeigt Ihnen diese Checkliste.

  1. Reinigen und kontrollieren Sie Ihre Füße und Hände täglich. Der Pilz findet so erst gar keinen Nährboden.
  2. Zur Reinigung verwenden Sie milde Seifen und trocknen Füße, Hände und vor allem Zehenzwischenräume gut ab.
  3. Wenn Sie die Reinigung nicht selbst durchführen können oder es lieber durch einen Profi erledigen lassen möchte, gehen Sie zur Fußpflege. Diese kann sowohl medizinisch als auch kosmetisch sein.
  4. Tragen Sie bequeme und atmungsaktive Schuhbekleidung. Socken und Schuhe dürfen nicht zu eng sein. Socken sollten außerdem bei 95° waschbar sein und nach Möglichkeit genauso wie das Schuhwerk mehrmals am Tag gewechselt werden. Socken können auch wahlweise bei warmen Wetter weggelassen werden, damit Ihre Füße trocken bleiben.
  5. In öffentlichen Einrichtungen, vornehmlich in Schwimmbädern, Saunen oder Umkleideräumen sollte das Barfußgehen vermieden werden. Hier ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Viele Menschen und die feucht – warme Umgebung sind ideale Vorraussetzungen für Pilzinfektionen.
  6. Waschen Sie auch Handtücher in der Kochwäsche und wechseln Sie diese mindestens einmal pro Woche.
  7. Desinfizieren Sie Nagelschere und Nagelfeile nach Gebrauch und suchen Sie nur einen vertrauenswürdigen Podologen auf.
  8. Verzichten Sie auf aggressive Desinfektionsmittel um den Schutzmantel Ihrer Haut intakt zu erhalten und den Nagelpilzerregern keine Angriffsfläche zu bieten.

Hornhaut als eigenständige Krankheit? So ist eine Heilung möglich!

Viele Menschen haben sie an den Füßen, manche aber auch an den Händen, die Rede ist von der Hornhaut. Die Hornhaut wird oft als ein optischer Makel empfunden und wird daher entfernt. Aber auch als eigenständige Krankheit kann Hornhaut auftreten. Bei den Hühneraugen entstehen Entzündungen in den Schwielen, die sehr schmerzhaft werden können und die Lebensqualität stark beeinträchtigen können. Doch wie entsteht eigentlich die Hornhaut und wie kann man diese entfernen? Auf diese Fragen und noch viele andere liefert dieser Ratgeber die Antworten.

Fußballen mit starker VerhornungSo entsteht Hornhaut

Vom Prinzip ist die Hornhaut eine Schutzfunktion der Haut und damit eine gute Sache. Hornhaut entsteht immer an den Füßen oder an den Händen, wenn diese Körperstellen unter einer starken Belastungen stehen. Wer also zum Beispiel viel und schwer mit seinen Händen arbeitet oder seine Füße stark belastet, kommt es zu einer Hornhautbildung. In der Haut gibt es dazu entsprechende Zellen, die für die Hornhaut verantwortlich sind. Registrieren diese eine starke Belastungen, aktivieren sie die Zellen im entsprechenden Hautbereich und es kommt zur Bildung einer Hornhaut. Durch die Hornhautbildung wird automatisch die Haut verstärkt, da die Hautschicht anwächst. Medizinisch gesehen spricht bei diesem Vorgang auch von einer Hyperkeratose. Die Hornhaut selbst ist vom Prinzip nichts anderes wie einer Vernarbung. Diese Vernarbung kann je nach Belastung und Mensch dann unterschiedlich stark ausfallen.

Hornhaut, nicht nur Vorteile

Die Hornhaut hat aber nicht nur Vorteile wie den Schutz der Haut, sondern auch Nachteile. Den mit der Zeit und je nach Dicke der Hornhaut, kann diese auch Einfluss auf unsere Lauf- und Stehhaltung nehmen. In der Regel ist dies dann mit nicht unerheblichen Schmerzen verbunden. Zusätzlich können sich durch weitere Belastungen auch in der Hornhaut Risse bilden, die schlimmsten Fall durch Keime zu Entzündungen führen können. Eine Behandlung durch einen Arzt und einen medizinischen Fußpfleger ist dann notwendig.

Entfernung der Hornhaut

Wie eingangs erwähnt, sehen viele Menschen in der Hornhaut einen optischen Makel. Aus diesem Grund wird die Hornhaut oftmals entfernt. Für die Entfernung gibt es eine Vielzahl von Hilfsmittel die von einem Hornhauthobel bis hin zu elektrischen Geräten für die Entfernung reicht. Man sollte sich aber nicht blind irgendeinen Hornhautentferner zulegen, sondern vorher Testberichte zu den einzelnen Varianten durchlesen. Die ganze Palette an Hornhautentfernern wird auf www.hornhautentferner-test.com getestet, auf der Unterseite www.hornhautentferner-test.com/scholl-velvet-smooth wird zudem der Testsieger, der Scholl Velvet Smooth Express Pedi, vorgestellt.

Grundsätzlich muss man beim Entfernen der Hornhaut sehr vorsichtig sein, den sonst läuft man Gefahr das man seine Haut verletzt. Entzündungen der Haut durch die Verletzung können dann die Folge sein. Oft wird bei der Entfernung der Hornhaut auf Bimsstein, auf einen Hornhauthobel oder auf eine Pfeile zurückgegriffen.

Eine Hornhauttherapie mit dem BimssteinMit allen drei Hilfsgeräten lässt sich die Hornhaut bei geringer bis mittlerer Ausprägung sehr gut entfernen.

Nachteilig bei diesen Verfahren, die Hornhaut wird nicht dauerhaft entfernt, sie wächst vielmehr wieder nach. Leicht in der Handhabung dagegen ist der elektrische Hornhautentferner. Dieser eignet sich auch bei einer schweren und dicken Hornhaut. Wer gar nicht seine Hornhaut mit einem Hobel oder einem Gerät entfernen möchte, der kann wie bereits erwähnt auch auf Cremes zurückgreifen. Hierbei wird die betreffende Hautstelle über einen längeren Zeitraum eingecremt, die Hornhaut bildet sich dann zurück. Damit diese Cremes gut wirken können, ist es wichtig das sie ausreichend Zeit haben und einwirken zu können.

So schützt man sich vor Hornhaut

Oft ist Hornhaut an den Füßen das Resultat schlechter Schuhe in Verbindung mit starken Belastungen. Wer daher der Bildung von Hornhaut vorbeugen möchte, sollte sich mal seine Schuhe ansehen. Entscheidend ist hierbei nicht nur die Schuhgröße, sondern auch die vorhandene breite im Fußbett und somit den Spielraum für den Fuß, sondern auch das Abrollverhalten des Fußes. Gerade wer viel steht oder läuft bei der Arbeit, sollte bei der Auswahl der richtigen Arbeitsschuhe nicht an der falschen Stelle sparen und sich im Zweifelsfall auch beraten lassen.

Ein weiterer Faktor wie man Hornhaut vorbeugen kann, ist die richtige Pflege der Füße. Gerade wer seine Füße oder Hände stark belastet, sollte diese besonders pflegen. Diese Pflege kann bei einem Fuß- oder Handbad anfangen und kann bis zum regelmäßigen Eincremen reichen. Im Handel gibt es dazu entsprechende Zusätze für das Wasser.

Natürlich gibt noch weitere Maßnahmen, wie man seine Füße und Hände pflegen kann, so zum Beispiel mittels Sport. Durch regelmäßigen Sport kann man diese an Belastungen gewöhnen, sodass es nicht zu einer Hornhautbildung kommt.

Erfahrungen einer Herpes Zoster Patientin

Im folgenden haben wir Iris, eine langjährige Herpes Zoster Patientin, befragt wie sich denn die Krankheit bei ihr entwickelt hat. Ihre Geschichte könnt ihr jetzt und hier nachlesen – es ist wirklich bewegend:

Hallo,

Mein Name ist Iris, ich bin 35 Jahre alt und leide seit Jahren an einer Gürtelrose, auch Herpes
Zoster genannt. Der Name dieser Krankheit klingt zwar harmlos, aber eine Gürtelrose fühlt sich furchtbar an. Ich hatte fürchterliche Schmerzen am Bauch und im Gesicht. Meine Haut war mit Flecken und brennenden Bläschen übersät. Ich fühlte mich nicht wohl und war mit meinen Nerven am Ende. Es begann damit, das ich in meiner linken Brust einen dumpfen Schmerz hatte, der ausstrahlte und mir das Gefühl gab, als schnürte es meinen Körper zu. Ein paar Tage später waren rote Flecken zu sehen, die sich zu einem Band oder Gürtel gruppierten. Nach einem Arztbesuch war klar: Ich habe eine Gürtelrose.
Mein Doktor erklärte mir, das ein bestimmter Erreger, das so genannte Varicella-Zoster-Virus,
Schuld sei an dieser Krankheit. Werden Sie das Erste damit Mal, meistens in der Kindheit, damit angesteckt, bekommen Sie Windpocken. Haben Sie diese Krankheit überstanden, können Sie zwar keine Windpocken mehr bekommen, aber Sie können sich ein zweites Mal mit dem Virus infizieren und bekommen eine Nervenentzündung, die schmerzhafte Gürtelrose.
Die Zoster Viren tricksen das Immunsystem aus, indem sie sich in den Nervenknoten, Nähe des Rückenmarks, einnisten. Dort schlummern die Erreger dann lebenslang. Dies ist bei einem gesunden Immunsystem kein Problem. Ist die Körperabwehr aber beispielsweise durch zu viel Stress, starke Medikamente oder einer Immunkrankheit geschwächt, können die Viren wieder aktiv werden und eine Gürtelrose hervorrufen. Die Erreger vermehren sich und befallen die Nervenzellen. Diese entzünden sich und verursachen starke Schmerzen. Dann nehmen die Viren ihren Weg weiter in die Haut, und erzeugen rote Flecken, die sich in Zosterbläschen mit hochansteckender Flüssigkeit verwandeln.
Mein Arzt meinte, dass Herpes Zoster vermehrt bei älteren Menschen vorkomme, aber es immer wieder Ausnahmen gäbe und die Krankheit in jedem Alter auftreten kann. Na toll, dachte ich mir, ich bin die Ausnahme. Der Mediziner verschrieb mir eine Salbe und sagte, wenn es nicht besser wird, soll ich wieder kommen.

Die Tage nach der Diagnose

Plötzlich ging es los, mein Schmerz wurde brennend. An einigen Stellen juckte es wie verrückt. Ich fühlte mich angeschlagen und matt, als würde ich eine Grippe ausbrüten. Zeitweise hatte ich sogar leichtes Fieber. Nach drei bis fünf Tagen wurden meine Schmerzen immer stärker. Auf meiner Haut war ein großer Ausschlag zu sehen, und zwar genau wo ich das Brennen verspürt hatte. Die roten Flecken zeigten sich ähnlich einem Band oder Gürtel. Am nächsten Morgen waren Bläschen zu sehen, die eine wässerige Flüssigkeit enthielten. Als ich noch eine Veränderung im Gesicht bemerkte,suchte ich wieder den Arzt auf.

Ursache und Behandlung

Die Zosterbläschen hatten sich auf meiner Stirn gebildet und lähmten meinen Gesichtsnerv. Zudem war meine Krankheit beziehungsweise die gefüllten Bläschen hoch ansteckend. Mein Arzt verschrieb mit ein Schmerzmittel, sowie eine Zinkoxid-Schüttelmixtur und ein krustenlösendes Mittel. Er
meinte, das die starken Nervenschmerzen, länger dauern werden, als die Gürtelrose selbst. Manchmal vier Wochen, manchmal aber auch Monate, oder sogar Jahre. Ich wollte mich damit nicht abfinden, vielleicht jahrelang unter unerträglichen Schmerzen zu leiden, und suchte im Internet nach einem ganzheitlichen Mediziner, den ich um Rat bat. Dieser sagte zu mir: „Um Sie mit Hausmittel behandeln zu können, müssen Sie die Ursachen kennen, warum der Virus reaktiviert wird und Sie müssen wissen, das ein stark geschwächtes Immunsystem die Krankheit begünstigt“. Es war also nicht sonderlich leicht Gürtelrose zu bekämpfen.

Okay ich ging alles durch, was mein Immunsystem schwächen könnte:

Ich hatte weder Krankheiten, noch war ich zu UV-Licht ausgesetzt. Medikamente nahm ich nie ein, aber ich hatte über länger Zeit Stress in der Arbeit und meiner Beziehung und dies belastet mich psychisch sehr. Und meine Ernährung bestand größtenteils aus Fast Food.
Die Medikamente für die Gürtelrose, also Salben und Tabletten, waren hilfreich, um die Ausbreitung des Virus so gut wie möglich einzudämmen. Gegen die starken Schmerzen bekam ich eine Behandlung mit Paracetamol, Ibuprofen und stärkeren Schmerzmitteln. Jedoch ich wusste, um diese Krankheit zu besiegen, musste ich grundlegend etwas ändern und meine Ernährung umstellen und Stress und psychischen Belastungen entgegen wirken.

Meine Lösung für die Gürtelrose

Ich wurde vollständig gesund ohne weitere Nervenschmerzen. Dies verdanke ich nicht nur der Schulmedizin, sondern auch mir selbst, da ich grundlegende Dinge in meinem Leben verändert habe. Ich stellte meine Ernährung komplett um und erfuhr noch viele weitere Methoden um Herpes zu Behandeln.

Die richtigen Nahrungsmittel können das effektivste Heilmittel sein, gerade auf längere Sicht, wenn es darum geht, ein gesundes Immunsystem zu bekommen. Ich ernähre mich mit Frischkost, die basenbildend und vollwertig ist. Gleichzeitig berücksichtige ich, das basisch und sauer vor zu verdauender Lebensmittel harmonieren muss, um die Krankheitsabheilung zu beschleunigen, und um meine Selbstheilungskräfte anzuregen. Zudem trank ich täglich Johanniskraut Tee um meine Nerven zu entlasten. Es erübrigt sich zu sagen, dass mein vorheriger Lebensstil mit Fast Food und Fertigprodukten meine vitalen Kräfte im Organismus schwächten. Mein Körper war vor der Ernährungsumstellung total übersäuert. Die basische Ernährung empfiehlt eine Reduzierung von säuernden Nahrungsmitteln. Besser ist es diese ganz zu vermeiden.

Ich habe die Gürtelrose besiegt

Abschließend ist zu sagen: Wenn Sie Anzeichen einer Gürtelrose verspüren, gehen Sie schnell zum Arzt.
Warten Sie nicht ab, denn jeder Tag, der verstreicht, ist ein verlorener Tag für eine rechtzeitige Behandlung. Auch die Antivirusmedikamente sollten so früh wie möglich eingenommen werden. Optimal ist, innerhalb von 24 bis 72 Stunden, nachdem die Bläschen sich geöffnet haben. Nur dann kann die Therapie erfolgreich sein. Haben Sie die ein Krankenhaus in der Nähe, nutzen Sie die stationäre Möglichkeit. Der Arzt dort kann Ihnen mehrmals täglich eine Infusion mit einem Virostatikum

geben. Zudem wird Ihre Haut jeden Tag kontrolliert. Vermeiden Sie Stress und psychische Belastungen und ernähren Sie sich gesund. Neben der medizinischen Behandlung sind Hausmittel, hergestellt aus natürlichen Produkten in Form einer Paste oder einem Tee, sehr erfolgreich. Auch die Umstellung der Ernährung auf basische Lebensmittel ist längerfristig und auch vorbeugend zu empfehlen und spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Gürtelrose. Haben Sie seelische Probleme und Stress, müssen Sie diese in Angriff nehmen und etwas dagegen tun. Mir hat die progressive Muskelentspannung gut geholfen, aber auch Autogenes Training kann hilfreich sein oder der Gang zum Psychologen.

Werden Sie wie ich aktiv und geben Sie dem Herpes Zoster Virus und der Gürtelrose keine Chance!

Schlaflosigkeit als Krankheit

Das Krankheitsbild von krankhafter Schlaflosigkeit

Schlaf gehört zu einem der existenziellen Grundbedürfnisse des Menschen und geht bei einer ernsthaften Erkrankung an Schlaflosigkeit verloren. In der Regel beginnt diese mit scheinbar harmlosen Schlafstörungen, die je nach Gesundheits- und Gemütszustand nahezu jeder Mensch einmal durchlebt. Handelt es sich um eine krankhafte Schlafstörung oder Schlaflosigkeit, können organische sowie neurologische Gründe die Ursache sein. Es gibt jedoch auch Formen der Schlaflosigkeit, die aufgrund eines Gendefekts zurückzuführen sind. Diese sind jedoch sehr selten, enden jedoch meist sogar mit dem Tode. Die Rede ist vom letaler familiärer Insomnie, der tödlichen familiären Schlaflosigkeit. Nimmt die Fähigkeit zu schlafen immer weiter ab, ist die lebensnotwendige Ruhe nicht mehr gegeben. An Schlaflosigkeit erkrankte Patienten haben dadurch einen sehr qualvollen Leidensweg, auch wenn es sich nicht um die schlimmste Form der krankhaften Schlaflosigkeit handelt.

Die Symptome

Eine krankhafte Form der Schlaflosigkeit beginnt sehr oft mit ganz normalen Schlafstörungen, welche gelegentlich aufgrund neurologischer oder organischer Krankheiten auftreten können. Oft ist dies der Grund, dass die krankhafte Schlaflosigkeit sehr spät diagnostiziert werden kann. Erste Anzeichen zeigen sich durch Einschlafstörungen oder Durchschlafprobleme und deuten nicht zwangsläufig auf eine ernst zu nehmende Erkrankung hin. Zeitweilige Schlafstörungen legen sich jedoch oft nach einigen Wochen oder Monaten wieder und können beispielsweise durch Maßnahmen wie der Einnahme von Schlaftabletten interveniert werden. Die krankhafte Schlaflosigkeit ist jedoch auch mit Medikamenten kaum aufhaltbar.

Mond verantwortlich fuer SchlafstoerungHandelt es sich bei der krankhaften Schlaflosigkeit um die letale familiäre Insomnie, können sich die Symptome binnen weniger Wochen dramatisch ausweiten. Schläft der Betroffene nur noch wenige Stunden oder kommt der Schlaf völlig zum Erliegen, kann sich ein unvorstellbar dramatischer Leidensweg daraus entwickeln. Trotz des unerträglichen Müdigkeitsgefühls ist das Einschlafen nicht möglich. Hinzu kommen massive Konzentrations- und Denkstörungen, Halluzinationen und unkontrollierte Muskelkontraktionen. Oft wird neben der Denk- die Sprachfähigkeit in Leidenschaft gezogen, sodass die Sprache zeitweise bis ganz verloren gehen kann. Auch Symptome einer Demenz können die Folge der letalen familiären Insomnie sein.

Das Vegetative Nervensystem gerät außer Kontrolle, Muskelkrämpfe und Inkontinenz können ebenfalls auftreten. Weitere Symptome sind abgesenkte Körpertemperaturen, Schweißausbrüche, Herzrasen, der Verlust kognitiver Fähigkeiten. Der Körper erleidet einem Zerfall und kann Komazustände erleiden. Auch abgeschwächte Formen der krankhaften Schlaflosigkeit können diese Zustände und Symptome hervorrufen, wenn auch nicht so stark ausgeprägt und lebensbedrohlich. Eine krankhafte Schlafstörung ist jedoch ein gravierender Einschnitt in die Lebensqualität und kann einen harten und langen Leidensweg mit sich bringen.

Die Ursachen genbedingter Schlaflosigkeit und andere Formen

Lässt sich die Schlaflosigkeit auf die tödliche familiäre Schlaflosigkeit zurückführen, so hat dies genetische Gründe und lässt sich pathologisch gesehen auf die Creutzfeld-Jakob-Krankheit zurückführen, da auch an der genbedingten Schlaflosigkeit entartete Eiweißpartikel schuld sind. Diese krankmachenden Eiweißproteine werden als Prionen bezeichnet und lässt diese Form der Schlaflosigkeit unter die Prionenkrankheiten zählen. Die Gründe für den Ausbruch einer letalen familiären Insomnie liegen daran, dass diese Prionen Teile des Gehirns angreifen, die eigentlich für den Schlaf-Wach-Rhythmus verantwortlich sind. Dieser Angriff zerstört Nervenzellen, sodass der Rhythmus gestört wird.

Gründe für die Mutation von Eiweißpartikel lassen sich auf einen Gendefekt zurückführen, welcher die Prionen codiert. Durch den Fehler in der Genetik kommt es zu einem falschen Aufbau von Aminosäuren in Proteinen. Diese Art von Gendefekt ist sehr selten und es gibt nur wenige hundert Betroffene weltweit. Anders als bei der genbedingten Schlaflosigkeit haben andere krankhafte Formen der Schlaflosigkeit meist neurologische oder organische Ursachen, welche nicht unbedingt immer auf einen Gendefekt zurückzuführen sind.

Behandlungsmöglichkeiten

Bei einer genbedingten Schlaflosigkeit gibt es, außer der medikamentösen Behandlung von Symptomen zur Linderung, keine Behandlungsmöglichkeiten. Eine letale familiäre Insomnie ist in der Regel nicht heilbar und führt zwangsläufig zum Tode. Bei anderen Formen der Schlaflosigkeit sind Behandlungsmöglichkeiten möglich, wenn die Ursachen genau geklärt sind. Um dies zu klären, wird in der Regel das Schlafverhalten in einem Schlaflabor untersucht, um die neurologischen und organischen Tätigkeiten während des Schlafs auswerten zu können. Je nach Ursache und Form der Schlaflosigkeit können gezielte Therapien oder Medikamente gegen die krankhafte Schlaflosigkeit eingesetzt werden.

Selbsthilfegruppen für an Schlaflosigkeit erkrankte Patienten

Da es die krankhafte Schlaflosigkeit in verschieden ausgeprägten Formen gibt, sie jedoch nur in seltenen Fällen als gravierend auftritt, gibt es keine speziellen Selbsthilfegruppen. Selbsthilfegruppen allgemein gibt es jedoch für an Schlaflosigkeit erkrankte Patienten. Man findet sie in jeder größeren Stadt. Durch den harten Leidensweg ist es für Patienten oft schön sich mit Leidensgenossen über Ängste und Sorgen austauschen zu können. Natürlich können Selbsthilfegruppen und Therapiesitzungen keine Heilung bewirken, den Betroffenen jedoch neue Mittel, Wege und Möglichkeiten aufzeigen, um mit der Krankheit besser umgehen zu können. Die Selbsthilfegruppen dienen jedoch auch den Angehörigen, um mit der Situation und dem Krankheitsbild besser fertig werden zu können. Infos zu Selbsthilfegruppen in der Region bekommt man oft in Schlaflaboren, welche diese sogar, je nach Standort, selber leiten.

Selbsthilfegruppe für Schlafgestörte: http://www.schlafgestoert.de/site-81.html

Das Hutchinson-Gilford-Syndrom

Das Krankheitsbild

Das Hutchinson-Gilford-Syndrom ist eine Erbkrankheit und unter anderem unter den Namen Progerie bekannt und beschreibt die überschnelle Alterung im Zeitraffer. Erstmals wurde das Syndrom von Hastings Gilford und Jonathan Hutchinson im Jahre 1886 beschrieben. Die Merkmale der Krankheit wurden mit einer vorzeitigen Vergreisung bereits ab dem Kindesalter beschrieben. Neben der Progerie, die in den häufigsten Fällen bereits im Kindesalter auftritt, gibt es jedoch auch die Progerie adultorum, welches erst bei Erwachsenen zu einem schnelleren Alterungsprozess führt. Neben dem Hutchinson-Gilford-Syndrom tragen Erkrankte oft noch weitere Erbgutkrankheiten mit sich, unter anderem das Cockayne-Syndrom, das Bloom-Syndrom, das Xeroderma pigmentosum und Geroderma osteodysplastica.

Die Anzeichen

Die Erkrankung am Hutchinson-Gilford-Syndrom entwickeln ab einem Alter von sechs bis zwölf Monaten erste Auffälligkeiten und Symptome, werden jedoch in nahezu allen Fällen ohne Auffälligkeiten geboren. Erste Anzeichen für eine Erkrankung an Progerie zeichnen sich durch:

– einen überschnellen Alterungsprozess

– trockene Haut

– Haarausfall

– eine kindhaft bis piepselige Stimme

– ein kleines Gesicht

– Alterskrankheiten wie Knochenschwund oder Arthrose

aus.

Der Krankheitsverlauf

Bedingt durch den vorzeitigen Alterungsprozess Altern an Progerie erkrankte Patienten in der Regel fünf- bis zehnmal schneller als unbetroffene der Krankheit. Aufgrund dieses Alterungsprozesses treten schon im Frühstalter der Kindheit oder Jugend Herzinfarkte oder Schlaganfall auf. Dies sind gleichzeitig die häufigsten Todesursachen für an dem Hutchinson-Gilford-Syndrom erkrankte. Die Vergreisung lässt sich jedoch nicht auf den kompletten Alterungsprozess zurückschließen, da Krankheiten wie Alzheimer, Tumorbildungen oder neurodegenerative Erkrankungen keine Symptome sind. Progerie ist somit keine exakte Kopie üblicher Alterungsprozesse. Die Lebenserwartung mit Progerie liegt bei durchschnittlich 14 Jahren. Weltweit gibt es ungefähr 103 Kinder, bei denen die Erbkrankheit diagnostiziert wurde. Progerie ist somit eine der seltensten Erbgutkrankheiten und tritt in einer Häufigkeit von 1:8.000.000 auf.

Die Ursachen

Die Ursachen für das Hutchinson-Gilford-Syndrom liegen in einer Punktmutation des Erbgutes, genauer gesagt im ZMPSTE24-Gen, welches unter anderem das Enzym CAAX-Prenylprotease codiert. Es ist vor allem für die Bildung von Lamin A, einem Strukturprotein verantwortlich. Dies ist ein wichtiger Bestandteil innerer Zellmembrane. Aufgrund der Mutation im ZMPSTE24-Gen wird das Prälamin A an der Trennung von Aminosäure 647 gehindert, sodass die Zellen kein Lamin A produzieren können. Andere Ursachen für Progerie liegen in Erbschädigungen und Mutationen des Prälamin-Gens, welches während der Gencodierung und Umsetzung von Aminosäuren die Basenreihung verändert. Durch den defekt entsteht eine um 150 Basen kürzere Prelamin-RNA und auch ein um 50AA kürzerkettiges Lamin A. Die Ursachen für Progerie liegen jedoch immer in diesem Bereich des Gendefekts und beide Defekte lösen dieselben Symptome aus. Das fehlende Lamin A ist für die Stabilisation des Zellkerns verantwortlich und ist auch an der Aktivierung anderer Gene beteiligt. Progerie ist autosomal-dominant, was bedeutet, das bereits eine defekte Genkombination die Erkrankung hervorzurufen. Dies liegt an der kettenartigen Struktur, welches mithilfe von Lamin A gebildet wird. Ist ein Lamin-A-Protein geschädigt, kann die gesamte Kette instabil werden. Aus diesem Grund lässt sich Progerie bereits an einer Deformierung des Zellkerns erkennen.

Der Ausbruch von Progerie

Da an dem Hutchinson-Gilford-Syndrom erkrankte Kinder in den meisten Fällen nicht das reproduktionsfähige Alter erreichen, handelt es sich bei Neuerkrankungen immer um eine spontane Mutation im Lamin-A-Gen. Das ist auch der Grund dafür, dass Kinder ohne Auffälligkeiten geboren werden und sich diese erst im späteren Verlauf, in seltenen Fällen nach Eintritt der Volljährigkeit zeigen. Daraus schließt, dass es eine ganze Reihe an erblich bedingten HGPS Fällen gibt, diese jedoch nicht alle beschrieben sind. In diesen Fällen haben Kinder nicht das übliche Krankheitsbild, sondern andere Varianten mit klinischen Auffälligkeiten. Die Lebenserwartung kann je nach schwere des Gendefekts variieren.

Behandlungsmöglichkeiten

Da es sich bei dem Hutchinson-Gilford-Syndrom um einen genetischen Defekt handelt, kann dieser auch wie andere Generkrankungen nicht in seiner Ursache behandelt werden. Die einzigen Behandlungsmöglichkeiten dienen zur Linderung von eventuell auftretenden Komplikationen. Eine dieser Behandlungsmöglichkeiten bietet die Physiotherapie, um die Muskulatur zu stärken und die Beweglichkeit der an Progerie erkrankten Patienten zu verbessern. Weitere Möglichkeiten liegen in einer speziellen Hautpflege, um diese geschmeidig zu halten und vor dem Austrocknen zu schützen. Gegen gewisse Symptome können Medikationen helfen.

Ganz wichtige Behandlungen im Kampf gegen die Progerie liegen jedoch in der Vorbeugung von Arteriosklerose, einer vorzeitigen Arterienverkalkung, um Gefäßverschlüsse und Infarkte wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte zu verhindern. Therapieansätze liegen beispielsweise in der Gabe von Acetylsalicylsäure, um diesen vorzubeugen. Durch den typischen Krankheitsverlauf ist die Vergreisung jedoch kaum aufzuhalten. Durch einhergehende Begleiterscheinungen gehören Behandlungen gegen Knochenschwund und andere Gefäßerkrankungen zu den Behandlungsmöglichkeiten von Progerie. Durch die Seltenheit des Hutchinson-Gilford-Syndrom sind viele Medikamente speziell für den Einsatz gegen Progerie erst in der Testphase. Da eine Heilung der Krankheit nicht möglich ist, dienen alle Behandlungen gegen die Krankheit lediglich zur Linderung der Symptome, um die Lebensqualität von an Progerie erkrankten, zumeist sehr jungen Patienten, zu lindern.

Selbsthilfegruppen

Durch die Seltenheit der Krankheit und gerade einmal etwas über 100 am Hutchinson-Gilford-Syndrom erkrankten Patienten weltweit gibt es kaum Selbsthilfegruppen speziell für an Progerie erkrankte Kinder. Es gibt jedoch Organisationen, welche ein jährliches Treffen für Progerieerkrankte planen und Kontakte zwischen an Progerieerkrankten herstellen. Die Treffen und Pflege der Kontakte dienen vor allem dem Austausch von Gleichgesinnten mit dem selben Schicksal.

Leben mit der Weißfleckenkrankheit: Vitiligo

Flecken auf den BeinenVitiligo ist eine Erkrankung der Haut, bei der weiße, scharf abgegrenzte Flecken entstehen, die sich mit der Zeit erweitern. Die Krankheit ist nicht ansteckend und ihre Ursachen sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Es handelt sich dabei um eine Pigmentstörung, bei der die Pigmentzellen (Melanozyten) in der Haut, sowohl als auch in der Schleimhaut allmählich absterben. Vitiligo wird als chronisch betrachtet, da mit der Zeit immer weitere Pigmentzellen absterben.

Wie erkennt man Vitiligo?

Bei Vitiligo breiten sich die weißen Flecken meist symmetrisch über beide Körperseiten aus. Die Flecken treten also beispielsweise auf der rechten sowie der linken Hand auf. Zunächst entstehen kleine Flecke, die sich ausbreiten und schließlich ineinander übergehen. Befinden sich auf der depigmentierten Haut Haare, so können diese ebenfalls weiß sein. In der Regel sind die folgenden Körperzonen am häufigsten betroffen:

* Nacken

* Gesicht

* Unterarme

* Finger- und Handgelenke

* Zehen und Fußgelenke

* Kniekehlen

* Hand und Fußrücken

* Handflächen und Fußsohlen

Wenn Verdacht auf Vitiligo besteht, kann ein Besuch beim Hautarzt Klarheit schaffen. Der Arzt nimmt eine Untersuchung der Haut vor und informiert sich auch über Krankheits- und Familiengeschichte des Patienten. Bei einigen Krankheiten, wie beispielsweise der Diabetes mellitus kommt Vitiligo vermehrt vor und auch ein Fall von Vitiligo in der Familie kann die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung erhöhen. Ebenso werden andere Krankheiten, die ähnliche Symptome auslösen, ausgeschlossen. Dazu gehören unter anderem Hypomelanosis guttata (Studie auf Englisch), Albinismus und die Hefepilzinfektion Pityriasis versicolor alba.

Behandlung von Vitiligo

Ist eine eindeutige Diagnose gestellt, so stehen dem Patienten mehrere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die in vielen Fällen gute Teilerfolge erzielen, auch wenn die Krankheit bis heute nicht geheilt werden kann. Dazu gehören auch gewisse Vorsichtsmaßnahmen, die der Patient selbst treffen kann. So reagieren die hellen Hautflecken besonders empfindlich auf UV-Einstrahlung und man sollte die Sonne weitgehend vermeiden. Von Hautärzten werden eine Reihe von Therapien verwendet.

  • Sind weniger als 10 Prozent der gesamten Oberfläche der Haut von Vitiligo befallen, so können die Flecken gezielt mit Cremes behandelt werden. Besonders effektiv sind bei dieser Behandlungsmethode Präparate, die den Wirkstoff Cortisol enthalten. Die Behandlung muss über einen Zeitraum von einigen Monaten ausgeführt werden. Die Behandlung mit Cortisol hat jedoch den Nachteil, dass die Haut bei der intensiven Therapie dünner wird.

Vitiligo auf der Handoberfläche

  • Andere Produkte, die zur Behandlung von Vitiligo auf dem Markt erhältlich sind, enthalten die Wirkstoffe Tacrolimus und Pimecrolimus, die weniger Nebenwirkungen zur Folge haben, als Cortisol.
  • Eine weiter Behandlungsmethode ist die Phototherapie, bei der eine Excimerlampe zum Einsatz kommt. Durch die Bestrahlung werden die Melanozyten in der Unterhaut zum Wachstum angeregt und können Pigmente erzeugen. Diese Therapie wird besonders im Gesicht mit Erfolg angewendet und sollte über einen Zeitraum von einem Jahr oder länger angewendet werden.
  • Ist eine Hautfläche von mehr als 10 Prozent befallen, so kommt als Behandlungsansatz die Ganzkörperbestrahlung mit Schmalband-UVB zum Einsatz, die bei vielen Patienten gute Erfolge gezeigt hat.
  • Weiterhin ist bei einer Verbreitung von mehr als 10% am Körper eine alternative Behandlung möglich, mit der seit 2015 eine Vielzahl an Personen einen erfolgreichen Vitiligo Kampf geführt haben. Diese Vitiligo Behandlung wird von Personen angewendet, bei denen andere Behandlungsmethoden keinen Erfolg mehr geliefert haben.

Leben mit Vitiligo

Bei Vitiligo handelt es sich nicht um eine lebensbedrohliche Krankheit und der Patient ist auch in seiner Leistungsfähigkeit begrenzt. Dennoch ist das Leben mit Vitiligo für viele Patienten ein tägliches Problem, das in vielen Fällen zu psychischen Störungen führen kann. Schuld daran sind die Vorurteile der Gesellschaft, die einem hohen Schönheitsideal folgen und alles, was von der Norm abweicht, kritisch beurteilen. Hautkrankheiten wie Vitiligo lösen Ekel und Furcht von Ansteckung aus und der Patient wird oft in eine soziale Isolation gedrängt. Besonders bei jungen Menschen, für die das Aussehen zur Kontaktaufnahme von großer Bedeutung ist, leiden deshalb besonders unter der Krankheit.

Schulter mit VitiligoOft entwickelt sich bei den Betroffenen ein Minderwertigkeitsproblem, das sowohl im privaten wie auch im beruflichen Leben Auswirkungen zeigt. Auch beim Arzt findet der Vilitigo-Patient oft nur wenig Ansprache, da viele Mediziner eine Behandlung nicht für nötig halten. Auch die Krankenkassen tragen nicht alle Behandlungen, die bei Vilitigo eingesetzt werden.

Hilfe zur Selbsthilfe

Mit Vitiligo steht man heute nicht allein. Immerhin leiden fast eine Million Menschen allein in Deutschland unter der Krankheit. Vielen Patienten hilft es, mit Leidensgenossen Kontakt aufzunehmen und Erfahrungen auszutauschen. Dazu stehen heute in ganz Deutschland Selbshilfegruppen zur Verfügung, denen man sich anschließen kann.

Beim Deutschen Vitiligo-Bund kann man beispielsweise Auskunft darüber erhalten, wo solche Selbsthilfegruppen bestehen. Viele Patienten entwickeln im Lauf der Zeit ihre ganz persönliche Strategie, um mit der Krankheit und den neugierigen Blicken, die sie mit sich bringt, fertig zu werden. Während einige Patienten sich mit Make-up, Selbstbräunern und bedeckender Kleidung behelfen, versuchen andere auf offene Weise zu ihrer Krankheit zu stehen und sich selbst so zu akzeptieren, wie sie sind.

Eine positive Einstellung gehört zu den wichtigsten Behandlungspunkten bei Vitiligo- Erkrankten. Die ständige Besorgnis über das Aussehen und den Effekt, den es auf die Mitmenschen hat, führt nämlich auf Dauer zu Stress und dieser verursacht wiederum eine weitere Ausbreitung der Flecken. Deshalb können die Selbsthilfegruppen auch eine wertvolle Hilfestellung leisten. Hier fühlt man sich akzeptiert und nicht als andersartig abgestempelt. Außerdem profitiert man von der Weißflecken Erfahrung anderer Gruppenmitglieder, zum Beispiel mit einem Vitiligo Wunder, um zu einer besseren Akzeptanz des Problems und mithin zu einem erfüllteren Leben mit Vitiligo führen kann.

Logisticsweek im neuen Design – spezialisiert auf seltene Krankheiten

Das Update

Jetzt ist es soweit. Logisticsweek geht wieder online. Mit einem positiven Beigeschmack, denn ab sofort werden wir uns auf seltene und außergewöhnliche Krankheiten spezialisieren. Wir sind der Meinung, dass es nur sehr wenig Informationen über eine Vielzahl von Krankheiten und Beschwerden gibt. Dieses Loch wollen wir stopfen und so Menschen helfen, ihr Leben ein Stück weit besser zu machen.