Es trifft nicht nur Frauen im höheren Altern. Auch junge, gesunde und schlanke Frauen sind davon betroffen. Und sogar Männer – laut einer Studie der Universitätsklinik Bonn entwickeln bereits 60 Prozent aller Frauen und Männer von 20 bis 29 erste Besenreiser. Ärzte raten bei entsprechender Veranlagung dazu, ab dem Alter von 30 die Beine regelmäßig überprüfen zu lassen.

Meist handelt es sich zwar bei Besenereisern um ein kosmetisches Problem, dennoch empfinden es viele als störend. Oft entstehen Hemmungen und Schamgefühle. Im schlimmsten Fall schränken Sie sich im Alltag ein, wie beispielsweise bei der Wahl der Kleidung. Am häufigsten betrifft das Problem die Beine, weshalb oftmals eher zur langen Hose als zum Kleid oder Shorts gegriffen wird. Doch was genau steckt eigenltich hinter den Besenreisern? Und kann man etwas dagegen tun?

Was genau sind Besenreiser und woher kommen sie?

Vielleicht ging es Ihnen schon einmal ähnlich. Sie stehen vor dem Spiegel, schlüpfen gerade in ihren neuen Sommerrock und da entdecken sie sie: winzige, unter ihrer Oberhaut liegende erweiterte Äderchen, die von weitem meist aussehen wie ein blauer Fleck. Mit diesem Problem sind sie nicht alleine. Dass es überwiegend Frauen betrifft, hat seinen Grund.

Ohne BesenreiserDie Ursache nennt sich Östrogen. Das wohl weiblichste Hormon überhaupt verursacht neben vielen anderen Dingen ärgerlicherweise auch eine schnellere Erschlaffung der Venenwände. Dies ist die optimal Voraussetzung für Besenreiser. Wenn zusätzlich noch eine Schwäche des Bindegewebes hinzukommt, oder auch Faktoren wie Übergewicht, ein Bürojob bei welchem Sie viel sitzen, die Pille oder Zigaretten, so ist der Weg für Besenreiser oftmals bereits gebahnt. Das Blut wird nicht mehr so gut weiterbefördert und versackt in den Venen. Die Folge: kleine rötliche bis bläuliche Äderchen unter Ihrer Haut.

Sind Besenreiser gefährlich?

Die gute Nachricht vorneweg: Besenreiser sind in den allermeisten Fällen weder gefährlich, noch behandlungsbedürftig. In seltenen Fällen jedoch können sie ein Vorbote für Krampfadern sein. Sollten bei Ihnen vermehrt Besenreiser auftreten und in Ihrer Familie häufig Krampfadern vorkommen, so besuchen Sie ruhig einmal einen Phlebologen in Ihrer Nähe (So nennt man jene Ärzte, welche auf Venenerkrankungen und -heilkunde spezialisiert sind). Dieser wird mithilfe eines Ultraschalls innerhalb von wenigen Minuten festellen, wie gut Ihre Venenklappen arbeiten und ob es sich bei Ihnen um harmlose Besenreiser handelt oder die Tendenz zu Krampfadern besteht.

Was kann ich gegen meine Besenreiser unternehmen?

Sie sind gesund, fühlen sich dynamisch und fit und Ihre Besenreiser passen so gar nicht zu Ihrem Bild von sich selbst? Sie haben verschiedene Möglichkeiten, dagegen vorzugehen. Zum einen kann Ihnen ihr Arzt dabei helfen, die störenden Äderchen zu entfernen.

Ihr Phlebologe wird Ihnen im Optimalfall verschiedene Behandlungsmethoden vorstellen. Zum anderen haben Sie selbst die Möglichkeit, einen Teil zu Ihrer Gesundheit und Ihrem Wohlbefinden beizutragen. Nachfolgend werden verscheidene Methoden vorgestellt:

Sklerosierung

Bei dieser Behandlungsart verödet der Arzt Ihre Besenreiser mit der Verabreichung eines speziellen Mittels in die Venen. Diese Methode hat den Nachteil, dass sie häufig mehrmals wiederholt werden muss, um zu einen zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen. Die Behandlung wird jedoch von den meisten Patienten als angenehm empfunden, da sie relativ schmerzfrei ist. Anschließend sollten Sie für einige Zeit Kompressionsstrümpfe oder -verband tragen und zuviel direkte Sonnenbestrahlung vermeiden, da sich die frischen Wunden sonst bräunlich verfärben könnten.

LasertherapieNach circa einer Woche erfolgt der erste Nachsorgetermin, bei dem auch das Ergebnis begutachtet und eventuell weitere Schritte zusammen mit dem Arzt besprochen werden können.

Lasertherapie

Diese Form der Besenreiser-Behandlung kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn es sich um kleinflächigere, eher rötliche Besenreiser handelt. Bei der Laserbehandlung wird auf ein „Verkochen“ der Gefäßwände abgezielt. Jedoch ist die Erfolgsrate bei dieser Form der Behandlung deutlich geringer als bei vergleichbaren Behandlungsmethoden, und auch die Gefahr von unerwünschten Nebenwirkungen relativ hoch, weshalb sie nur in explizit dafür geeigneten Fällen angewendet wird.

Hochfrequenztherapie

Diese Form der Behandlung ähnelt der Lasertherapie. Mithilfe einer Nadel wird in das betroffene Gefäß gestochen, welches dann durch die Hitze zerstört wird. Die Methode gilt als eine der modernsten Behandlungsansätze gegen Besenreiser. Sie bereitet nur wenig Schmerzen und kann auch zur warmen Jahreszeit durchgeführt werden, da kein Kompressionsverband notwendig ist.

Krampfader TherapieSalben& Medikamente

Neben diesen Behandlungsansätzen gibt es immer auch die Möglichkeit, Ihr Besenreiser-Problem auf sanfterem Weg anzugehen. Jedoch sei eines vorneweg gesagt: Sie werden Ihre Besenreiser damit in den meisten Fällen zwar als weniger auffällig empfinden, ganz entfernen lassen sie sich mit diesen Behandlungsmethoden jedoch selten. Die wohl effektivste Salbe gegen Besenreiser und Krampfadern ist „Varikosette“. Varikosette ist seit einiger Zeit auf dem Markt und begeistert Frauen in der ganzen Welt. Deswegen haben wir auch Testberichte zu Varikosette in verschiedenen Sprachen verfasst. Unter anderem ist der Deutsche Testbericht zu Varikosette hier nachzulesen. Für Italien gibt es den Testbericht auf dieser Varikosette Seite zu lesen. Auch für den vietnamesischen Markt haben wir einen Varikosette Testbericht geschrieben.

Medikamentös werden meist Ödemprotektiva eingesetzt. Diese wirken entwässernd und senken im Optimalfall den Venendruck. Cremes und Salben dienen durch das darin enthaltene Vitamin K1 in erster Linie der Unterstzützung Ihrer Blutgerinnung. Die Absicht dahinter besteht darin, die Blutzirkulation anzuregen und damit Ihre Venen zu entlasten. Die Salben verfügen zudem häufig über einen angenehm kühlenden Effekt und leicht entzündungshemmende Wirkstoffe. Teils werden Ihre Besenreiser durch spezielle Inhaltsstoffe auch weniger sichtbar.

Bewegung & richtige Ernährung

Die gute Nachricht zuletzt: Sie können selbst einiges dazu beitragen, Ihr Besenreiser-Problem einzudämmen. Dies ist in erster Linie als Prophylaxe zu betrachten und dient dazu, dass sich Ihre Besenreiser nicht weiter ausbreiten oder verschlimmern. Mit regelmäßiger Bewegung, Sport und einer ausgewogenen Ernährung beeinflussen Sie positiv Ihre Blutzirkulation und die Stabilität Ihres Gefäßapparats. Zudem kann das Tragen von Kompressionsstrümpfen sinnvoll sein. Auch spezielle Massagen können dabei helfen, der weiteren Entstehung von Besenreisern vorzubeugen.

Sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt darüber, welche der Behandlungsmethoden für Sie sinnvoll ist. Und lassen Sie sich nicht entmutigen, in vielen Fällen lässt sich eine Methode finden, mit der Sie Ihren störenden kleinen Äderchen an den Kragen gehen können. Übungen, welche Sie unterstützend bequem von zu Hause aus machen können, finden sie auf dieser Webseite oder Sie Fragen bei ihrem Physiotherapeuten nach. Und jetzt ab in die kurze Hose oder das Kleid und raus in die Welt! Denn lassen Sie sich eines gesagt sein: ein paar blaue Äderchen schmälert gewiss nicht Ihre Schönheit!

 

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